Der Sinn von Star Trek

Für die Einen ist Star Trek nur eine TV-Serie. Gut anzuschauen, nicht mehr – nicht weniger. Für die anderen ist Star Trek eine Philosophie, eine Lebensanschauung. So erschien einst ein Buch von Dave Mariacciono, das den Titel trug:“Alles was ich im Leben wirklich brauche, habe ich von Star Trek gelernt.”

Was ist Star Trek wirklich?

Ich war immer der Ansicht, dass es klar wäre:  Als ich ein kleiner Junge war, sah ich mir die Folgen der alten Enterprise-Crew immer mit großer Begeisterung an. Kirk und Co. auf Abenteuer-Trip – das war genial. Jedes Mal entführte mich die Mannschaft des Raumschiffs auf einen neuen Planeten und zeigte mir neue Lebensformen. Besonders liebte ich es, wenn Kirk mit den “Bösen” verhandelte, sie austrickste oder gar zum Besseren bekehrte. Es gab da eine Folge, in der Kirk einen Klingonen an Bord dazu brachte ein Wesen vom Schiff zu “entfernen”, welches sich von negativen Gedanken ernährte, indem sie gemeinsam lachten….
Dann kamen die Kinofilme, von denen mir Star Trek III ziemlich am Besten gefiel. Es ging mir um die Freundschaft der Crewmitglieder untereinander. Sie hielten zusammen, gleichgültig, was sie da erwartete…
Schließlich aber tauchte die nächste Generation am Himmel auf und da wurde mir auch klar, das ich ein Fan bin. Picard und Co. ging es nicht allein um Freundschaft, sondern viel mehr als je zuvor auch um Toleranz, verantworliches, wohl überlegtes Handeln. Außenseiter wie “Mr. Brokuli” wurden integriert und dazu eingeladen ihr volles Potential zu entfalten, Mr. Worf wurde in seinen ganzen familiären Auseinandersetzungen um Ehre und Co. vom Captain unterstützt. Verhandlungen ersetzten die “Cowboy-Diplomatie” des schief grinsenden Kirk, der es natürlich längst in mein Herz geschafft hatte, doch nun hatte eine neue Zeit begonnen, … die nächste Generation war am Zug.

Für mich war TNG (the next generation) stets die “tägliche Dosis positives Denken), etwas, was ich von DS9 und VOY so allgemein nie sagen konnte, aber auch diese Serien hatten ihre Berechtigung.

Star Trek: Enterprise barg viel Potential und war stellenweise brillant, aber aus irgendeinem Grund war die Stimmung in weiten Teilen der Zuschauer und auch bei Paramount selber nicht so toll und die Serie schaffte es nicht weiter als vier Staffeln. (Anbetracht der Tatsache, das es die Originalserie ebenfalls nicht weiter als in die dritte Staffel geschafft hatte ehrte das die Serie vielleicht eher als sie zu disqualifizieren, aber auch da gehen die Meinungen auseinander.)

Star Trek XI frischte auf, worum es bei Trek eigentlich ging. Der Film ist imo so wie ein dickes “erinnert euch worum es ging!” Und das ist wohl auch nötig gewesen, denn was Star Trek ist und was es ausmacht, das war längst nicht mehr klar.

Auch heute noch ist sicherlich jeder Fan aus einem anderen Grund dabei. Die sich dabei ergebenden Diskussionen kann man als persönlichen Angriff werten, oder aber: darüber diskutieren! (Und genau das tun wir ja bei Trekpower.org.)

Wie heißt es noch bei den Vulkaniern? Jenes Prinzip von Surak lautet: “Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination!” Bei Memory-Apha wird dies so interpretiert: Es symbolisiert die Bereitschaft der Vulkanier, fremde Kulturen und Rassenunterschiede zu begrüßen.

Jeder Fan hat also sicherlich seine eigenen Vorstellung, wieso ER oder SIE Star Trek so-und-so sieht, … letzthin spricht es nur für diese außergewöhnliche Serie, das sie so viele Bedürfnisse so vieler Menschen anspricht!

Energie!

M.W. für Trekpower (C)

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